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30. September 2009
Richtfest beim Wasserturm
| Wasserturm |

Die Rheinpfalz blickt zurück

Die Rheinpfalz blätterte mal wieder in einer alten Zeitung - der Haßlocher Zeitung, „Volksblatt für die Rheinebene und das angrenzende Haardt-Gebirge". Im September 1929 stand wieder einmal der Wasserturm im Mittelpunkt des Interesses. Diesmal wurde über das Richtfest berichtet:
„Ein Wahrzeichen für Tüchtigkeit und Tatkraft", schwärmte der Bürgermeister von Duttweiler, Bergdolt, über den Wasserturm auf dem Trappenberg. Vor 80 Jahren feierte das markante Bauwerk nahe Duttweiler Richtfest. Vor den Bürgermeistern von Haßloch, Iggelheim, Geinsheim, Altdorf, Gommersheim und Böbingen pries Bürgermeister Bergdolt den neuen Wasserturm zudem als Mahnung zum wirtschaftlichen Zusammenschluss aller umliegenden Orte und als ewiges Verdienst des Bürgermeisters Brauch. Die Freude war auch auf Brauchs Seite: „Ein herrlicher Bau", zitierte das Blatt am 3. September den Haßlocher Bürgermeister, „und ein Wahrzeichen dieser ganzen Gegend, der von weither die Blicke auf sich lenkt und in seiner künstlerischen und dabei doch das Wesen des m odernen Betonbaus so ausprägenden Form sich wunderbar in die schwingenden Linien der Landschaft einfügt." Besonders stolz war Brauch, dass sich während der gesamten Bauzeit kein Unfall ereignet habe. Zweifellos eine makellose Bilanz, wenn es nicht beim Ausklang des Richtfests zu einem üblen Vorfall in der Wirtschaft nahe der Fronmühle gekommen wäre: Dort kam es zu Streitigkeiten in deren Verlauf der Maurer Franz M. den Maurer Karl S. und dem Architekten H. Stiche beibrachte. Beide wurden ins Krankenhaus Neustadt überführt, der Täter in Verwahrung genommen', berichtete das Blatt über die abendlichen Ereignisse am 2. September 1929.

Pressespiegel
Wahrzeichen für Tüchtigkeit und Tatkraft Rheinpfalz, 30. September 2009